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Heute habe ich meinen treuen alten Router – eine Fritzbox 7590 AX – rausgeworfen und durch die etwas glänzendere, ein klitzekleines bisschen sexyere Fritzbox 7690 ersetzt.
Ja, ja, ich weiß… „Aber deine 7590 ist doch noch gar nicht so alt!“ – erzähl das mal meiner Technik-Messie-Seele. Ich brauchte ein neues Spielzeug, und die alte Box darf jetzt ihren Ruhestand im „Apokalypse-Technik-Reserveregal“ verbringen, wo alle betagten, aber noch nicht toten Geräte auf ihr zweites Leben warten. Meistens neben einer Kiste mit der Aufschrift „Kabel, die man irgendwann mal brauchen könnte“.
🚀 Performance & WiFi 7 (so halb, irgendwie, eher nicht)
Die neue Box ist schneller, cooler (im Sinne von Temperatur, nicht von Coolness) und kann WiFi 7 – theoretisch super, nur dass ich das WLAN der Hauptbox sowieso gar nicht nutze.
Jedes Stockwerk meines Hauses läuft über per LAN-Brücke angebundene Repeater, brave kleine Mesh-Soldaten. Leider hat AVM noch keine WiFi-7-Repeater rausgebracht. Ich habe mir also quasi einen Formel-1-Wagen gekauft, um täglich durch die Fußgängerzone zu pendeln.
🔁 Die „total reibungslose“ Migration
- Konfiguration der alten Box gesichert
- Rausgerissen und die neue eingesteckt (Kabel 1:1 umgesteckt, Baby)
- Hochgefahren
- Konfiguration wiederhergestellt
Zack. Fertig. Denkste… nope.
Klar, das Internet war wieder da, die WLAN-Einstellungen sahen okay aus, die Telefone klingelten wieder… aber wie ich bald feststellen durfte: Nicht alles wurde übernommen.
Auftritt Wutanfall. Auftritt Fluchen. Auftritt ich, wie ich so laut „Verdammt!“ brülle, dass die Katze flüchtet.
📶 WLAN-Mesh – die Knopf-Olympiade
AVM hat in seiner unendlichen UX-Weisheit beschlossen, die Mesh-Kopplungsdaten nicht in die Konfigurationssicherung zu packen. Also musste ich den guten alten Knopf-Tanz aufführen:
- Connect-Taste an der Haupt-Fritzbox gedrückt
- Dann an jedem einzelnen Repeater
- Kam mir vor, als würde ich bei jedem Gerät Technik-Herzdruckmassage machen
Irgendwann war das Mesh wieder da. WLAN-LEDs leuchten stabil. Verstand halbwegs wiederhergestellt.
🌐 MyFRITZ-Konto – DNS-Voodoo & VPN-Hölle
Ich nutze ein MyFRITZ!-Konto, um meine Fritzbox aus dem Internet erreichbar zu machen – im Grunde AVMs Variante von dynamischem DNS. So verbindet sich der PC meiner Mutter per VPN mit meinem Heimnetz, denn ich habe nun mal keine statische öffentliche IP wie die Leute aus den Glasfaser-Märchen.
Aber Überraschung: Die MyFRITZ-Adresse hängt an der Hardware.
Ich wiederhole:
Box tauschen = andere MyFRITZ-Adresse = kaputtes VPN = kaputte Mama.
🧱 VPN-Chaos – der Dominoeffekt des Grauens
Tja, der VPN-Tunnel? Tot.
Und jetzt kommt das Seltsamste: Ich hatte WireGuard auf ihrem PC so konfiguriert, dass nur bestimmter Backup-Traffic über mich läuft. Alles andere – direkt ins große böse Internet.
Aber sobald der Tunnel tot war, ging ihr komplettes Internet mit ihm unter.
Wie eine Art VPN-Schwarzes-Loch, das sämtliche Pakete ins Nirwana gesaugt hat.
Keine Ahnung, warum. Vielleicht Quanten-Networking. Vielleicht Gremlins.
So oder so: Nicht cool.
🛠️ Recovery-Modus: aktiviert
Also habe ich ihre VPN-Konfiguration neu gebaut, rübergeschickt, importiert, Daumen gedrückt… und zack. Wieder online.
Internet läuft. VPN läuft. Ich laufe.
Und bevor noch irgendwas explodiert, gehe ich jetzt erst mal die Konfiguration der neuen Fritzbox sichern.
📝 Lessons Learned
- Backups sind gut
- Knöpfe sind doof
- Fritzbox-Konfigurationen enthalten genau das nicht, was man wirklich braucht
- WiFi 7 ist nur ein Aufkleber, wenn dein Mesh noch in WiFi 5 feststeckt
Falls du jemals Hilfe brauchst, ein Homelab zu betreiben, ohne das Internet deiner Mutter zu zerschießen: Ich bin dein Mann.
Nur bitte verlang nicht von mir, diesen Connect-Knopf noch einmal zu drücken.
🛜👨💻📡






